Denkmäler und Sehenswürdigkeiten

Klosterkirche des heiligen Wenzeslaus

Barokní klášterní kostel sv. Václava
Die barocke Klosterkirche wurde im Jahre 1717 von dem karmelitaner Ordenarchitekten Martin Wittwer erbaut. Beim großen Feuerbrand im Jahre 1727 ist sie niedergebrannt, folgend erneuert und im Jahre 1732 wurde sie feierlich eingeweiht. Nachdem die Karmelitanen aufgehoben worden waren, wurde das Objekt zu kirchlichen Zwecken erst nach 160 Jahren von der tschechoslowakischen Hussitenkirche ausgenutzt, in der Zwischenzeit diente es als Lager oder Repräsentationsräume. An der Stirnseite befinden sich Wappen Myslíks von Hyršov, der heiligen Theresia und des heiligen Johann von Kreuz, des heiligen Wenzeslaus ( in der Mitte ), Statuen des heiligen Joachim und der heiligen Anna, am höchsten dann heilige Jungfrau mit Christkind und Engel auf den Knien. Im Jahre 1979 begann die Gesamtrekonstruktion und wurde im Jahre 1994 beendet. Der Barockbau gehört zur Zeit der Stadt, das ursprüngliche Inventar wurde ausgezogen und die Kirche dient in der Sommerzeit als Ausstellungssaal.

Dekanskirche des heiligen Erzengels Michael

Kostel sv. Archanděla Michaela
Die Anfänge der Kirche des heiligen Michael reichen bis zum 13. Jahrhundert. Die heutige Gestalt prägte vor allem der Umbau in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Am ganzen Anfang war die Kirche mit flacher Decke mit zwei Schiffen, unterstützt mit einem achtseitigen Pfeiler, und einer Eckenturm. An der Turmwand ist der Entwurf der Wölbung erhalten geblieben. Die Kirche wurde gemeinsam von Katholischen und Utraquisten ausgenützt, was die Einrichtung der Kapelle der Fronleiche und einzigartige Reliefs an äußeren Stützpfeilern an der Südseite des Doms beweisen. Man sieht da Figuren mit Kelch und Kreuz, den heiligen Wenzeslaus, das Wappen der ehemaligen Obrigkeit ( Malovec von Pacov ) und Abbildungen der Handwerker und Bauleute. Im 16. Jahrhundert wurde der Chor errichtet, später die Sakristei und die Vorhalle. Die Kirche wurde im Jahre 1727 durch einen Feuerbrand beschädigt, danach wieder renoviert. Im Jahre 1744 brannte der Turm aus, der erst im Jahre 1876 vollendet wurde, in diesem Jahr wurde auch ein Stock für eine Uhr zugebaut. Die Malereien an dem Chor mit Szenen aus dem Alten und Neuen Gesetz stammen aus dem 16. Jahrhundert, die Inneneinrichtung ist vorwiegend im Barockstil. Historisch bedeutend sind der Grabstein von Herrn Hron von Pacov aus der Zeit um das Jahr 1300 und das Holzepitaph von Zigmund Myslík von Hyršov aus dem Jahre 1666. In den Jahren 1907 –9 wurde die Kirche renoviert. An der Südseite der Kirche sind die Grabplatten, die wahrscheinlich aus dem Kirchenboden herausgenommen worden sind. Sie stammen aus der Zeit des 16. – 18. Jahrhunderts. Noch in der Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Kirche mit dem Friedhof umgeben, mit Zwinger und Tor. Die letzte Außenrenovierung wurde im Jahre 1997 beendet. Dabei wurde die ursprüngliche Quaderbauweise in der Fassade des Presbyteriums entworfen.

Stadtdenkschutzmalzone

Městská památková zóna v Pacově
Die Stadtdenkschutzmalzone in Pacov wurde im Jahre 1990 für die mittelalterliche historische Herkunft und Menge von Bau- und Kulturdenkmälern erklärt. Sie bildet mit anderen Bauten eine urbanistische Gesamtheit. Die Zone stellt das weite Stadtzentrum gemeinsam mit Schloss und Park dar, einschließlich ehemaliger Vorstädte.


Historische Altbauten auf dem Stadtplatz: In die Stadtdenkschutzmalzone gehört das Rathaus Hausnummer 320, in den Jahren 1921- 23 gebaut. Neben dem Rathaus befindet sich die Schule Hausnummer 321, deren Aussehen ursprünglich im Neurenaissancebaustil war. An der Nordseite des Platzes befindet sich das Pfarrerhaus Hausnummer 2, ursprünglich war hier das sogenannte Unterschloss aus dem 17. Jahrhundert. Das Pfarrerhaus entstand im 18. Jahrhundert, war ursprünglich barock, im 19. Jahrhundert wurde es im Neurenaissancebaustil umgebaut.

Im Oberteil des Stadtplatzes befindet sich das Denkmal für Opfer beider Weltkriege von K. Gabriel.

Statue des heiligen Wenzeslaus auf dem Stadtplatz

Pískovcová socha sv. Václava na náměstí
Die Sandsteinskulptur stellt den heiligen Wenzeslaus im rechten Kontraposten dar. In der rechten Hand hält er eine Fahne und in der Linken ein Schild mit Reliefausschmückung. Der Unterbau ist an allen vier Seiten reich mit Reliefs der Paten Böhmens der folgenden Heiligen – Ludmila, Anežka, Prokop und Vojtěch geschmückt. Das Werk wurde in den Jahren 1904 – 1905 von Zdeněk Vondráček geschaffen. Der Stadt widmete es J.U.C. Antonín Třeský im Jahre 1906.


Kapelle der heiligen Anna

Kaple sv. Anny
Barockgebäude aus den Jahren 1701-1703. Die heutige Gestalt prägte vor allem der Umbau in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Heilquelle gab den Anlass zum Bau. Die achtseitige Kapelle hat in der Kuppel verschiedene Gemälde z. B. Die Ansicht von Pacov. Der Rokokoaltar stammt aus der Zeit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Sonnenuhr sind das Werk von ak. maler Petr Hampl.


Friedhofskirche der heiligen Barbara

Hřbitovní kostel sv. Barbory
Die ursprünglich achtseitige Kapelle, in den Jahren 1681-1682 von Gräfin Johana Eusebie Barbora von Žďár umgebaut und wesentlich breiter gemacht. Der Hauptaltar mit dem Gemälde der heiligen Barbara. Zur ursprünglichen Ausrüstung gehören die Kanzel und die Orgel. An der nördlichen Außenseite befinden sich Grabsteine aus den Jahren 1818 – 1840. Die Außenrenovierung wurde im Jahre 1998 beendet.


Barocke Bauernhäuser in der Straße Spalená

Barokní selské domy
Die Straße Spálená ist ein bedeutender Teil der Denkmalschutzzone. Hier befinden sich Volkshäuser, von denen einige für ihren historischen Wert in die Zentralliste der liegenden Kultutdenkmäler eingetragen wurden. Die Stirnseiten dieser landwirtschaftlichen Bauerngüter in der Nebenstraße schmücken barocke und neuklassizistische Giebel.


Pacover Parks

Pacovské parky
Der Schlosspark und Antonín Sova – Park bieten ihre Grünflächen für Spaziergänge und Relax. Im Antonín Sova – Park wurde der Grabstein errichtet, in dem die Urne mit Dichters Asche beigesetzt ist. Im Schlosspark steht eine dicht verzweigte Hainbuche, deren Alter man auf 170 Jahre schätzt. Die Höhe 8 m, der Umfang 33 m.


Friedhof der Militärgefangenen

Hier ruhen 284 deutsche Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Meisten sind infolge der Typhusepidemie gestorben. Der Friedhof befindet sich hinter der Stadt an der Straße Richtung Eš.


15. Meridian

Durch Pacov führt das 15. Grad östlicher Länge, das der nullte Meridian der mitteleuropäischen Zeit ist. Es geht durch die Mitte des Friedhofs zur Siedlung Za Branou.


Pacov und Motorismus

Pacov a motorismus
In Pacov fanden die ersten Motorradrennen auf dem Gebiet von Österreich-Ungarn statt. Am dritten Wochenende im Juni findet hier immer das Rennen der historischen Motorräder statt. In Frühlingsmonaten treffen sich Motocrosssportler im Areal Propad bei dem Rennen der Serie für die Meisterschaft der Tschechischen Republik im Motocross.


Ausgabeautomat für Wasser aus der Quelle Stražiště

Výdejní automat na pramenitou stražišťskou vodu
Stadt Pacov errichtete auf dem Stadtmarkt in der Hronstraße einen Automaten für Trinkwasser. Das Wasser aus der Quelle auf dem Hügel Stražiště erfüllt strengste Qualitätsforderungen.